VoIP über alles – nun wirds lustig …

Leider kann die Frankiermaschine immer noch nicht stabilen Kontakt zur Heimat aufnehmen. Anscheinend mag sie nicht die Umsetzung „Analog -> Octopus -> ISDN -> VoIP“.„…

Das war am Donnerstag 10. September 2015.

Der Kunde wollte den Techniker am folgenden Freitag nochmal bitten vorbeizuschauen – aber dann kam irgendwas dort dazwischen und am Montag, 14. September ging das Telefon nicht mehr.

Sofort Störung gemeldet, das sieht dann so aus:
stoerung1Wer warum storniert hat ist nicht ersichtlich – der Kunde war es jedenfalls nicht.

Die nächste Meldung (7 Tage hinter der Entstörfrist gemäss T-Com AGB) war anscheinend eine Problemverlagerung:
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„Spass“ hat der Kunde auf jeden Fall: seine eingehenden Anrufe landen wieder auf dem Mobiltelefon der Seniorchefin und das ist ein Prepaid-Vertrag. Raustelefonieren über die Anlage geht auch nicht, also wird auch hier das Mobiltelefon genutzt – alle 3 Tage wird die Karte neu mit 50 EUR aufgeladen.

So.. und was macht unsere Störung in der Zwischenzeit? 2 Tage nach Meldung hat man die Wunderbox „Digitalisierungsbox Standard“ als Übeltäter ausgemacht und die Sache am 24.09 mit einem Besuch erledigt.
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Dieser Eintrag entspringt allerdings dem Wunschdenken der Deutschen Telekom, in Wirklichkeit passierte nämlich was ganz anderes: Frau N., die gute Seele des Kunden und Allroundtalent, telefonierte sich die Finger wund und wurde von Pontius zu Pilatus verbunden bis ihr jemand den Tip gab, in Bonn bei der Beschwerdestelle anzurufen (immer noch mit dem Prepaid Handy!) die das alles brav aufgenommen hatten und die ultimative Lösung fand – nämlich den Kunden wieder an die Störungsstelle weiterzuverbinden. Nach 10 Tagen Gefechten mit endlosen Warteschleifen und überforderten Callcenter-Mitarbeitern verlagerte sich das Duell „Kunde vs. T-Com“ in die E-Mail.

Kann alles nicht so schwierig sein“ dachte ich mir, als mir der Kunde sein Leid klagte.

Also mal die Rufnummer aus der Email (sie endet mit „…0060“) angerufen.

Technischer Service der Deutschen Telekom Frankfurt, welche Rufnummer? Ah – ja, wir vereinbaren sofort einen Termin. Wann passts? Morgen ab 10 Uhr? Prima – der Techniker kommt Donnerstag (24.09.2015) zwischen 10 und 14 Uhr vorbei. Er soll Sie vorher anrufen? Gerne, geben Sie mir die Rufnummer. Schönen Tag noch!

Also meine Termine am Donnertag umgeschichtet und an diesem Tag brav gewartet, dass sich der Techniker meldet.

10 Uhr … nichts.
11 Uhr … nichts.
12 Uhr … auch nichts.
13 Uhr … der Kollege ist bestimmt nun in der Mittagspause
14 Uhr … nichts.

Also nochmal die gleiche Nummer angerufen und plötzlich landete ich nicht mehr in beim Technischen Service in Frankfurt sondern bei einem Kollegen in Würzburg der nur Lancom-Router macht. Der war zwar auch verblüfft dass ich dort am Vortag jemanden am Rohr hatte Termine macht – aber er war sehr Hilfsbereit und hat den vermissten Techniker per E-Mail eskaliert.

Jedenfalls wurde die Störung am gleichen Tag um 17.38 Uhr als „beseitigt – viel Spaß mit unseren Produkten!“ abgehakt.

Telefon? Geht immer noch nicht.

Recht verwunderlich finde ich die letzte Meldung im Auftragssystem:
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„Störung“ vom 17.09 (also letzte Woche Donnerstag), letzte „Änderung“ zeitgleich mit der „Erledigung“ der Störung der Digitalisierungsbox Standard – nun ist die Octopus (die alte ISDN-Telefonanlage) der Störenfried.

Nachdem ich vorhin selber auf die Gesamtkonfiguration geschaut habe, bin ich zum gleichen Resultat gekommen: Die Anrufe via VoIP kommen an, finden aber an der Oktopus keinen „Abnehmer“. Vermutlich ist da irgendein Kabel lose oder die Anlage hat sich weggehangen (wir erinnern uns: vor der Störung war ein Telekom-Techniker am werkeln).

Irritierend finde ich nur: Wie hat das die Telekom herausgefunden? Dazu müssten die selber auf der „Digitalisierungsbox Standard“ gewesen sein oder (im einfachsten Fall) ins Logfile der Box geschaut haben wärend ein Anruf aufgebaut wurde.

Da ist was nicht ganz Koscher…

Doch – ist es, doch dazu mehr im nächsten Beitrag.

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